Günther Oettinger seines Zeichens EU-Energiekommissar, fordert von der Bundesregierung einen Plan, der einem weiteren Strompreisanstieg entgegen wirken soll. Die Regierung müsse dafür Sorge tragen, dass die Preise gehalten werden könnten, um nicht zu einer sozialen Spaltung zu führen.
Er fordert eine Agenda 2020 um den Strompreis auch auf lange Sicht unter Kontrolle zu bekommen. Im Vergleich mit anderen Mitgliedsstaaten in der EU, hat Deutschland das zweithöchste Preisniveau für die Energieversorgung. Schuld daran ist unter anderem die Brennstoffsteuer, die immerhin beachtliche 48 Prozent des Preises ausmachen.
Könnte an dieser Besteuerung etwas verändert werden, würde sich dies positiv für den Endverbraucher auswirken. Gründe dafür gibt es allemal, denn die Besteuerung wurde im Zusammenhang mit der Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke beschlossen. Da diese nun aber bekanntlich vom Tisch ist (Reaktion auf Katastrophe in Japan) gibt es eigentlich auch keine Grundlage mehr für die Steuer.
In Zeiten in denen der Deutsche auch viele andere finanzielle Schieflagen in der EU ausgleichen muss, käme eine Einsparung im Energiesektor zur rechten Zeit. Bis allerdings wirklich gehandelt wird, kann wieder einiges an Zeit verstreichen, deshalb raten viele Experten den Endverbrauchern, eigenständig zu handeln. Den Stromanbieter wechseln zu können, steht nämlich jedem Bürger offen, durch einen gezielten Wechsel, kann immerhin einiges eingespart werden.
Sollte sich der Bundestag dann doch zu einer Vergünstigung oder Wegnahme der Steuern entschließen, könnte gleich doppelt gespart werden.
