Politik Chinas
Die Politik Italiens entspricht in den wesentlichen Dingen denen der restlichen westlichen Demokratien. Das höchste Amt in der Politik Italiens ist das Amt des Präsidenten, welches seit 2006 von dem inzwischen 85- jährigen Giorgio Napolitano bekleidet wird. Gefolgt wird dieses Amt von dem des Präsidenten des Senats, weiterhin dem Präsidenten des Abgeordnetenkammer, dem Präsidenten des Ministerrates, welches in Deutschland dem Ministerpräsidenten entspricht und zu guter Letzt der Präsident des Verfassungsgerichtshofes. Diese fünf Ämter sind die in genannter Reihenfolge wichtigsten in der Politik Italiens.
Die Regierung selber setzt sich derzeit aus dem Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und seinem Sekretär Gianni Letta, sowie vielen Ministern zusammen. Darunter jeweils ein Außen- und Innenminister, ein Wirtschafts- und Finanzminister, ein Verteidigungsminister und vielen weiteren. Die Posten der einzelnen Minister entsprechen denen der deutschen Regierung in den größten Teilen, wie auch allen anderen Ländern mit westlichen Regierungen.
Nachdem eine Regierung sich gebildet hat, stellt sich diese innerhalb von zehn Tagen den Kammern vor, um deren Vertrauen für sich zu gewinnen. Denn wenn nur eine einzige Kammer ihr Vertrauen entzieht, muss die Regierung zurücktreten. Zum einen kann das Vertrauen durch einen Misstrauensantrag gestellt werden. Dieser muss von mindestens zehn Prozent der Kammermitglieder befürwortet werden, damit dem Antrag zugestimmt wird.
Eine andere Möglichkeit ist, dass die Regierung in Zusammenhang mit einer Gesetzesverabschiedung die Vertrauensfrage stellt. Sollte diese verneint werden, wird die Änderung des Gesetztes ebenfalls abgelehnt. In den 60 Jahren der Republik Italien sind bislang zwei Regierungen durch das Misstrauensvotum zu Fall gebracht worden. In weiteren Fällen kam es zu freiwilligen Rücktritten.
Seit 2006 besteht in der Politik Italiens das Mehrheits- Proporzsystem als Wahlsystem. Dieses besagt, dass diejenigen, die national in der Abgeordnetenkammer und regional im Senat als Sieger aus einer Wahl hervorgehen, einen Bonus erhalten. Aus mehreren Parteien kann eine Koalition gebildet werden, die ihr Regierungsprogramm im Rom, beim zentralen Wahlrat, vorlegen müssen. Auch muss ein gemeinsamer Spitzenkandidat benannt werden.
