Politik Großbritanniens
Das Vereinigte Königreich, wie Großbritannien auch genannt wird, und sein politisches System basieren auf dem so genannten The King In Parliament Konzept. Dieses ist auch bekannt unter den beiden Namen The Crown In Parliament sowie The Queen In Parliament. Dieses Konzept gibt dem Monarchen, dem König oder der Königin, sozusagen der Krone, daher die drei Begriffe, uneingeschränkte Macht. Doch kann keine Entscheidung getroffen werden, ohne nicht die beiden Kammern zu fragen. Diese beiden Kammern bestehen aus dem Ober- und dem Unterhaus und bilden gemeinsam mit dem Monarchen das Parlament. So kann man sagen, dass bereits seit 1911 die Macht im eigentlichen Sinne beim Unterhaus und dem Premierminister liegt. Dieses, auch als Westminster System bekannte System wurde auch von weiteren Staaten übernommen. Dazu zählen unter anderem Kanada, Australien, Neuseeland, Indien, Jamaika und Singapur.
Das britische Verfassungsrecht der Politik Großbritanniens ist kein solches im eigentlichen Sinne. Denn es wurde nicht kodifiziert, sondern besteht lediglich aus Gewohnheitsrecht, erlassenen Gesetzen mit Verfassungsrang sowie dem Common Law.
Eigene Regionalparlamente innerhalb der Politik Großbritanniens können Nordirland, Schottland und Wales sowie die Metropole London aufweisen.
In Großbritannien gibt es drei große Parteien. Zum einen die Labour Party, zum anderen die Conservative Party und des Weiteren die Liberal Democrats, die sich aus der Liberal Party und der Social Democratic Party zusammengeschlossen haben.
Anders in Irland. Hier wird die Politik Großbritanniens geprägt durch Parteien, die entweder für oder gegen die Unabhängigkeit von Irland sind. Auch in Schottland und Wales setzen sich Parteien ein, die Scottish National Party sowie die Plaid Cymru.
Es bestehen zahlreiche Parteien in der Politik Großbritanniens und nur eine verschwindend geringe Anzahl Abgeordneter gehört keiner dieser Vielzahl von Parteien an. Dies ist meist die Folge dessen, dass ein Abgeordneter innerhalb der Legislaturperiode seine Partei verlässt. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges wurden lediglich drei solcher unabhängiger Politiker in das Unterhaus gewählt worden.
