Politik Spaniens

Spanien ist laut Verfassung ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat, geführt in der Form einer parlamentarischen Monarchie. Der Königstitel in der Politik Spaniens wird vererbt und gilt als das Oberhaupt des Staates sowie als Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Auch gehören die Bestätigung von Gesetzen sowie die Ernennung und Entlassung von dem Regierungschef zu den Funktionen des Königs. Doch hauptsächlich wird der Titel mit repräsentativen Aufgaben verbunden.
Die Politik Spaniens wird beherrscht von vier im Kongress vertreten seienden Parteien, die rechs konservative Partido Popular- kurz PP, die sozial- demokratische PSOE und die linke Izquierda Unida – kurz UI sowie die erst seit 2008 bestehende antiregionale- liberale Unión Progreso y Democracia (UpyD).
Insbesondere wegen der unterschiedlichen Nationalitäten spielen in der Politik Spaniens regionale Parteien eine elementare Rolle. Spanien untergliedert sich in 17 Autonome Gemeinschaften beziehungsweise Regionen, die über keine Eigenstaatlichkeit verfügen. Somit ist Spanien kein Bundesstaat. Dennoch verfügen diese Gemeinschaften über einen gewissen Kompetenzumfang, der mit den in Deutschland bekannten Bundesländern vergleichbar ist.
Sieben dieser Regionen bestehen aus lediglich einer Provinz, die restlichen aus einem Zusammenschluss mehrerer. Auch gibt es in Spanien zwei Autonome Städte, Ceuta und Melilla, die weder einer Provinz noch einer Autonomen Gemeinschaft zugeordnet sind.
Die geringsten Verwaltungsstufe bekleiden die Gemeinden. In vielen der Autonomen Gemeinschaften wurde aber noch eine Ebene zwischen der Gemeinde und der Provinz eingerichtet.
Das Baskenland und Katalonien möchten die Unabhängigkeit der Politik Spaniens erreichen, gerne auch mittels Gewalt. Diese Gemeinschaften versuchen, Volksabstimmungen zu erzielen, bei denen die Bürger der betreffenden Regionen selber über den Status ihrer Region entscheiden können sollen. Diese Volksabstimmungen werden aufgrund des Selbstbestimmungsrecht der Völker gefordert.
Spanien gehört seit 1987 der EU an und setzt sich seitdem kontinuierlich für eine Ausweitung dieser und der Integration weiterer Länder ein. Auch für gute Beziehungen zu Lateinamerika und den nordafrikanischen Ländern setzt sich Politik Spaniens vehement ein.